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Cluster-Region Heilbronn-Franken | wirtschaftinform.de 12.2014

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12.2014 | wirtschaftinform.de, das Verlagsjournal in w.news, dem Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Cluster-Region Heilbronn-Franken • Wirtschaftsregion Tauber-Franken • Rechtsanwälte & Steuerberater • B4B Baden-Württemberg • Weltmarktführer • Formel 1

das verlagsjournal

das verlagsjournal CLUSTER-REGION HEILBRONN-FRANKEN Cluster in der Region Heilbronn-Franken Für die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken erfolgte erstmalig in Deutschland eine umfassende Untersuchung der Cluster-Landschaft einer Region. Im Rahmen von zwei aufwändigen Fallstudienwellen konnten zwölf Cluster in der Region Heilbronn-Franken ermittelt und untersucht werden. Wichtigstes Kriterium für die Identifikation dieser Cluster war die räumliche Konzentration branchengleicher Unternehmen, die durch Ausgründung aus einem Mutter- oder Pionierunternehmen entstanden sind (Ausgründungsdynamik). Nach der Klärung der Entstehung von Clustern ging es um die Analyse der Beziehungen zwischen den Cluster-Unternehmen (Netzwerkdynamik). derung eine geeignete Lösung gefunden hatten. Die Standortwahl und damit das räumliche Zentrum für den späteren Cluster ergaben sich schlicht aus dem Wohnort des Tüftlers beziehungsweise des Unternehmers. Die Entwicklung eines Clusters erfolgte dann dadurch, dass sich begabte Mitarbeiter selbstständig machten. Je häufiger solche Ausgründungen (Spin-offs) erfolgten, desto größer wuchs der Cluster. Unternehmen, aus denen heraus neue Unternehmen ausgegründet werden, nennt man Inkubatorunternehmen. Die Vermehrung eines Clusters durch Ausgründungen lässt sich metaphorisch auch als Knospungs- oder Kalbungsprozess charakterisieren. Die durch Ausgründungen zunehmende Konzentration von Unternehmen in einem Cluster lässt sich durch ein einfaches räumliches Standortentwicklungsmuster erklären. Ausschlaggebend für die Wahl des Firmensitzes bei Unternehmensneugründungen ist immer der Wohnort des Gründers oder die nähere Umgebung. In ihrem lokalen Umfeld haben Unternehmensgründer die besten Kenntnisse über Firmenräume, Arbeitskräfte, Zulieferunternehmen und Unterstützungsorganisationen. Erfolgreiche Ausgründungen haben Vorbildcharakter für weitere potenzielle Gründer. Nach einer bestimmten Zeit können lokale Ausgründungen ihrerseits zu Inkubatorunternehmen werden. Mit jedem zusätzlichen Cluster-Unternehmen geht auch eine Ausdifferenzierung der Märkte einher. In der Regel besetzen die Ausgründungen Nischenmärkte oder neue Marktfelder, um nicht in einen ungleichen Konkurrenzkampf mit den bereits etablierten Cluster- Unternehmen zu treten. Solange Technologieführerschaft und Marktpotenziale bestehen, kann sich die lokale Ausgründungsdynamik fortsetzen. Cluster in der Region Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich in der Region Heilbronn-Franken eine ganze Reihe von Clustern entwickelt. Die größte Dichte von Clustern besteht im Landkreis Hohenlohe. Neben dem vor allem durch die Firma Würth bekannt gewordenen Montage- und Befestigungs- Cluster bestehen dort ein Ventilatoren-Cluster und ein Mess-, Steuer- und Regeltechnik-Cluster. Ausgehend von Künzelsau hat sich darüber hinaus ein Explosionsschutz-Cluster entwickelt. Ein Verpackungsmaschinenbau-Cluster konzentriert sich im Landkreis Schwäbisch Hall. Über den westlichen Landkreis Heilbronn erstreckt sich ein Cluster der Kunststoffspritzgieß-Industrie. In Heilbronn nahm die Entwicklung eines Clusters der papierverarbeitenden Industrie ihren Ausgang. Das benachbarte Neckarsulm bildet mit Audi den Kern des Automobil- Clusters. Im äußersten Norden der Region ist Wertheim seit mehr als 60 Jahren Standort eines Laborglas-Clusters. Daneben be- Ausgründungsdynamik: Die Entstehung und Entwicklung eines Clusters Nach der Feststellung einer Unternehmenskonzentration in einer Stadt oder einer Region stellt sich zunächst die Frage nach deren Ursprung oder Wurzel. Am Anfang steht in der Regel ein Pionierunternehmen, das sich durch ein innovatives Produkt einen großen Wettbewerbsvorteil oder überhaupt erst einen neuen Markt mit großem Wachstumspotenzial eröffnet. Voraussetzung dafür sind vor dem Hintergrund einer häufig längeren handwerklichen, technischen oder industriellen Tradition findige Tüftler oder Talente, die nicht eher ruhten, bis sie für eine Problemstellung oder Herausforstehen in Wertheim noch zwei kleinere Cluster der Löttechnik und Vakuumtechnik. Die Förderung eines Medizintechnik-Clusters erfolgt seit 2006 auf dem Areal Wohlgelegen in Heilbronn. Die ausgesprochene Ausgründungsdynamik hält in vielen Clustern bis heute an. So sind im Montage- und Befestigungs-Cluster, dem Verpackungsmaschinenbau- Cluster und dem Ventilatoren- Cluster in den letzten zehn Jahren weitere Unternehmen ausgegründet worden. Auch die Beschäftigtenzahl ist in einigen Clustern in diesem Zeitraum noch einmal gewachsen. Der Ventilatoren- Cluster zum Beispiel wuchs um 1.100 auf 5.100 Beschäftigte an. Der Kunststoffspritzgieß-Cluster ist sogar um ein Viertel auf etwa 2.100 Beschäftigte gewachsen. Cluster-Region Heilbronn-Franken Per Saldo ist die Cluster-Landschaft in der Region Heilbronn- Franken, sowohl was die Unternehmens- als auch die Beschäftigtenzahl anbelangt, über die letzten 60 Jahre kontinuierlich gewachsen. In 209 Cluster-Unternehmen arbeiteten 2010 ungefähr 52.000 Beschäftigte. Zieht man davon die 8.000 nicht produzierenden Beschäftigten des Montage- und Befestigungstechnik-Clusters ab, dann umfassen die etwa 44.000 verbleibenden allein 38 Prozent der Gesamtbeschäftigten des verarbeitenden Gewerbes in der Region Heilbronn- 4 wirtschaftinform.de 12.2014

CLUSTER-REGION HEILBRONN-FRANKEN das verlagsjournal Löt- und Kabelprüftechnik Ventil-, Messund Regeltechnik Ventilatorenund Lüftungstechnik Wertheim Tauberbischofsheim MAIN-TAUBER-KREIS Bad Mergentheim Laborglas Vakuumtechnik Explosionsschutz Automobil HOHENLOHEKREIS Montage- und Befestigungstechnik Kunststoffspritzguss Eppingen Bad Rappenau Neckarsulm Heilbronn Künzelsau Öhringen LANDKREIS SCHWÄBISCH HALL Medizintechnik LANDKREIS HEILBRONN Schwäbisch Hall Crailsheim Papierverarbeitung Verpackungsmaschinenbau Diese zwölf Cluster konnten in der Region Heilbronn-Franken ermittelt werden. Franken. Nicht nur die auf die Einwohnerzahl bezogene höchste Cluster-Dichte in Baden-Württemberg, sondern auch der hohe Anteil an Beschäftigten in Cluster- Unternehmen weisen die Region Heilbronn-Franken als ausgesprochene Cluster-Region aus. Die Ursachen für diese Cluster- Dynamik liegen zum einen in der Vielzahl einheimischer Tüftler- Unternehmer begründet. Und zum anderen brachten die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Region verlagerten Unternehmen neue innovationsträchtige Technologien mit. Das im Mutter- beziehungsweise Inkubatorunternehmen erworbene Know-how hat viele aus einer kleinbäuerlichen Tradition stammenden und unternehmerisch denkenden Mitarbeiter zur Ausgründung eines eigenen Unternehmens motiviert. Die nach dem Zweiten Weltkrieg kaum industrialisierten ländlichen Räume der Region boten in den unversehrten Kleinstädten im Tauber- und Kochertal günstige Standortvoraussetzungen für eine nachholende Industrialisierung. Zunächst bildeten Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte das wichtigste Arbeitskräftereservoir. Schon bald setzte der landwirtschaftliche Strukturwandel dann aber auch an selbstständiges und problemlösendes Arbeiten gewöhnte Arbeitskräfte für die Industrie frei. Im ländlichen Raum der Region Heilbronn- Franken gingen nach dem Zweiten Weltkrieg die einheimischen und verlagerten Tüftlerunternehmer und Arbeitskräfte eine fruchtbare Synthese ein und trieben vor dem Hintergrund des Wirtschaftswunders eine dynamische Industrie- und Clusterentwicklung voran. Die große Verwurzelung in der alten und neuen Heimat einerseits und die frühen Internationalisierungsschritte andererseits schufen die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg. Die regionalen Cluster-Unternehmen entwickelten sich zu Meistern der Glokalisierung (Globalisierung und Lokalisierung). Netzwerkdynamik: Zwischen Konkurrenz und Kooperation Wenn mehrere branchengleiche Unternehmen als Folge einer lokalen Ausgründungsdynamik nahe beieinander liegen, sind aus fachlicher wie räumlicher Sicht günstige Bedingungen für eine Zusammenarbeit gegeben. Dazu müssen die Cluster-Unternehmen miteinander verflochten beziehungsweise vernetzt sein. Wenn ein Cluster über eine lokale Ausgründungsdynamik und eine Netzwerkdynamik verfügt, lässt er sich als funktionie- render, praktizierender oder effizienter Cluster charakterisieren. Als funktionierende Cluster in der Region Heilbronn-Franken lassen sich der Kunststoffspritzgieß- Cluster westlich von Heilbronn und der Verpackungsmaschinen- Cluster im Landkreis Schwäbisch Hall einstufen. Beide Cluster verfügen seit einigen Jahren über Cluster-Initiativen zur Vernetzung ihrer Unternehmen. Beim Kunststoffspritzgieß-Cluster besteht mit dem „Kunststoff-Dialog“ eine Kommunikations-Plattform für Kooperationen zwischen den Unternehmen. Ebenfalls seit 2007 besteht der Verein „Packaging Valley“. Über die gemeinsame Internetplattform hinaus organisiert der Verein unter anderem gemeinsame Messeauftritte im In- und Ausland. Beide Initiativen lenken die Aufmerksamkeit in erster 12.2014 wirtschaftinform.de 5

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